Paape, Dr. rer. pol. Kurt

 

* 19. April 1892, Kassel

† 6. Mai 1950, Kassel

 

Kurt Paape trat am 2. August 1912 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Der Sohn eines Intendantur-Rechungsrates kam dabei zum Rheinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 8. Bei diesem wurde er am 22. Mai 1914 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 24. Mai 1912 datiert. Auch kurz vor dem 1. Weltkrieg gehörte er noch zum Rheinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 8. Mit diesem zog er bei Beginn des Krieges als Batterieoffizier ins Feld. Ab dem 18. Juni 1917 wurde er als Batterieführer der 5. Batterie seines Regiments eingesetzt. Am 18. Juni 1917 wurde er zum Oberleutnant befördert. Ende Juni 1918 wurde er dann in das Ersatz-Bataillon vom Fußartillerie-Regiment Nr. 20 versetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Ende vom 1. Weltkrieg wurde er dann nach einer gewissen Zeit beim Freiwilligen-Grenzjäger Korps Kürner als Oberleutnant in das Reichsheer übernommen. Anfang 1920 wurde er beim Reichswehr-Infanterie-Regiment 75 eingesetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer der Reichswehr gehörte er dann zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 16. Am 31. Dezember 1920 wurde er dann aber bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr verabschiedet. Vermutlich wurden ihm dabei die Charakter als Hauptmann verliehen. Danach widmete er sich seinem Studium. 1926 promovierte er dann als Politikwissenschaftler in Halle an der Saale. Nebenher wurde er zwischen 1923 und 1930 im L-Dienst als Kreisleiter in Merseburg eingesetzt. Am 7. November 1929 heiratete er Irmgard Schweisgut. Ab dem 1. Dezember 1930 bis zum 30. September 1933 wurde er als Leiter der Bezirksleitung Merseburg-Naumburg eingesetzt. Am 1. Oktober 1933 trat er dann als Ergänzungsoffizier wieder in die Reichswehr ein. Er wurde dabei als Hauptmann (E) übernommen. Er wurde als Adjutant beim Wehrbezirks-Kommando Halle/Saale eingesetzt. Am 1. September 1935 wurde er zum Major (E) befördert, wobei sein Rangdienstalter au den 1. Juli 1935 festgelegt wurde. Er wurde als solcher jetzt beim Generalkommando IV. Armeekorps in Dresden eingesetzt. Nach der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 16. August 1936 wieder aktiviert, wodurch der Zusatz (E) hinter seinem Dienstgrad wegfiel. Als Major wurde er jetzt beim Stab der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 40 in Frankenberg eingesetzt. Am 1. März 1938 wurde er zum Kommandeur der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 14 in Naumburg ernannt. An diesem Tag wurde er auch zum Oberstleutnant befördert. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 war er noch Kommandeur der Abteilung. Diese führte er dann zuerst in den Polenfeldzug. Ende September 1939 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür dann zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 704 im Wehrkreis IV ernannt. Diesen Stab führte er dann im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug. Am 1. März 1941 wurde er dann als Regimentskommandeur auch zum Oberst befördert. Zum Sommerbeginn 1941 wurde er dann mit seinem Stab im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland eingesetzt. Hauptsächlich gehörte der Stab dabei zur 6. Armee. Im September 1941 vertrat er kurzzeitig den erkrankten Generalmajor Friedrich Zickwolf als Divisionsführer der 113. Infanterie-Division. Im Winter 1941/42 gab er sein Kommando über den Artillerie-Regimentsstab z.b.V. 704 ab. Er wurde daraufhin in die Führerreserve versetzt. Im März 1942 wurde er dann zum Kommandeur vom Artillerie-Ersatz-Regiment 4 in Dresden ernannt. Durch die Umbenennung seines Stabes wurde er dann im Sommer 1943 zum Kommandeur vom Artillerie-Ersatz- und Ausbildungs-Regiment 4 ernannt. Am 15. Februar 1945 wurde er dann zum Kommandeur der Werfer-Brigade 7 ernannt. Mit dieser wurde er dann an der Westfront eingesetzt. Dabei wurde er am 1. März 1945 zum Generalmajor befördert. Bei der Kapitulation der Wehrmacht kam er Anfang Mai 1945 in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Juni 1947 wieder entlassen.