Völk, Wilhelm

 

* 17. März 1890, München

† 21. Juli 1964, Garmisch-Partenkirchen

 

Wilhelm Völk trat am 19. September 1909 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 6. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen". Bei diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule München am 26. Oktober 1911 zum Leutnant befördert. Danach wurde er als Kompanieoffizier im 6. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" eingesetzt. Am 2. Februar 1914 wurde er dann für zwei Monate zum 1. Königlich Bayerisches Kraftfahrer- und Fliegerbataillon kommandiert. Ab dem 1. April 1914 absolvierte er seine Fliegerausbildung bei der Königlich Bayerischen Flieger-Abteilung Schleißheim. Bei Beginn des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 setzte er diese dann bei der 1. Königlich Bayerischen Flieger-Ersatz-Abteilung in Schleißheim fort. Mitte Oktober 1914 kam er dann zur Feld-Flieger-Abteilung 5B. Bei dieser wurde er am 9. Juli 1915 zum Oberleutnant befördert. Ab November 1915 diente er dann als Kompanieführer im 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann". Im Dezember 1915 kam er dann zum Rekrutendepot vom III. Armeekorps. Im Sommer 1916 kehrte er dann als Kompanieführer zum 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" zurück. Ab dem Frühjahr 1917 wurde er bei diesem auch als MG-Offizier im Regimentsstab eingesetzt. Zeitweise wurde er dann auch als Bataillonsführer im 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" und dem 21. Königlich Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch andere Auszeichnungen verliehen. Am 19. August 1919 wurde er zum Hauptmann befördert. Nach dem Krieg wurde er als Hauptmann noch in das Reichsheer übernommen. Noch vor der Bildung des 200.000 Mann-Übergangsheeres der Reichswehr wurde er aus dem Heer entlassen.

Er wurde dann dafür in den zivilen Lehrdienst übernommen. Am 1. August 1935 trat er dann als Major der Luftwaffe bei und wurde zuerst als Kommandant vom Fliegerhorst Schleißheim verwendet. Am 1. März 1937 kam er dann als Kommandant zum Fliegerhorst Landsberg am Lech. Am 1. Januar 1938 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. April 1938 kam er dann als Kommandant zum Fliegerhorst Graz. Mitte August 1939 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Flughafen-Bereichs-Kommandant z.b.V. 17 ernannt. Damit wurde er Kommandant eines Flughafen-Bereichs in Polen. Anfang November 1939 wurde er dann zum Kommandant vom Flughafen-Bereichs-Kommando z.b.V. 160 ernannt. Diesen Stab führte er dann während einiger Umbenennung in den nächsten beiden Jahren. Im Winter 1940/41 führte er damit den Flughafen-Bereich Laval in Frankreich. Am 20. Juni 1941 wurde er dann zum Kommandant vom Flughafen-Bereichs-Kommando 8/XII ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1941 zum Oberst befördert. Mitte Januar 1942 wurde er dann zum Kommandeur vom Luftwaffen-Feld-Regiment 5 ernannt. Ende November 1942 übernahm er dann die Führung über die 4. Luftwaffen-Feld-Division. Am 1. April 1943 gab er sein Kommando ab. Zum 1. Oktober 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er im Dezember 1943 zum Kommandant vom Flughafen-Bereichs-Kommando 2/XVII in Prag-Gbell ernannt. Am 28. Februar 1945 wurde er aus der Wehrmacht verabschiedet. Trotzdem wurde er im Mai 1945 durch die amerikanischen Besatzungstruppen verhaftet. Aus der Haft wurde er im November 1946 wieder entlassen.